Hallo!
Letzte Woche fand die
Singende, klingende Weinprobe in Mainz-Laubenheim
statt. Aber ich war nicht nur Gast sondern eine der Hauptakteurinnen. Für den singenden Teil war der Männergesangsvereinigung Laubenheim zuständig. Den “klingenden” Part und vor allem den Teil der Weinprobe übernahm Kurt Steinkönig (Mitglied der Gesangsvereinigung) zusammen mit mir. Er ist bekannt aus Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht, schreibt viele Fastnachtsgedichte. Das hat er mir schon vorgeführt als wir uns im März zur Vorbesprechung trafen. Damals dachte ich noch, ob das wohl gut geht und das Publikum darauf anspringt, (fastnachtlich angehauchte) Gedichte bei einer Weinprobe in Verbindung mit einem Gesangskonzert zu hören? Oder ist das nicht eher zu viel des Guten? Aber ich wurde vom Gegenteil überzeugt. Das Publikum liebt Kurt Steinkönig und hat ihn und seine Geschichten und Gedichte geliebt
Während der Moderation übernahm ich den Teil der Sensorik und stellte die insgesamt acht Weine vor allem in Bezug auf Geschmack und Aromatik vor. In Sachen “Wissenswertes über die Rebsorte und drumherum” ergänzten wir uns wunderbar, obwohl wir nicht sehr viel vorher abgesprochen hatten. Die Probe war insgesamt sehr lieblich geprägt und von der Sortenauswahl ebenfalls etwas ungewöhnlich, da beispielsweise kein einziger Riesling vorgestellt wurde. Aber ich denke das Publikum war zufrieden, vor allem weil es gegen Ende sogar noch eine äußerst leckere Schokopraline zum barrique-geprägten Merlot gab. Mmh! Der Abend hat sehr viel Spaß gemacht und ist in seiner Art wohl einmalig und wird es auch bleiben. Denn die Kombination des Gesangverein-Konzertes mit Weinprobe und (Fastnachts-)Reimen ist wohl doch sehr ungewöhnlich. Aber Hauptsach’ schee war’s
Wein im Schloss in Koblenz
Am Sonntag morgen hieß es schon sehr früh: raus aus den Federn und aufhübschen, denn das kurfürstliche Schloss in Koblenz wartet! Dort warteten ebenfalls die anderen fünf rheinland-pfälzischen Gebietsweinköniginnen und natürlich die Deutsche Weinkönigin Annika Strebel. Und es warteten 6 Anbaugebiete, 77 Winzer und über 400 Weine darauf, von uns entdeckt und verkostet zu werden! Nach einer Reihe von Grußwörtern in einem Saal mit nicht so ganz gelungener Akustik ging es zu einem Rundgang mit der rheinland-pfälzischen Weinbauministerin Ulrike Höfken. Gemeinsam besuchten wir je einen Stand pro Anbaugebiet bevor wir uns aufteilten und jede das eigene Gebiet besuchte. Dieses Mal hatte ich verhältnismäßig wenig Winzer zu besuchen. Sonst ist Rheinhessen ja immer das Gebiet mit den meisten Winzern, da wir ja auch das größte Anbaugebiet waren. Aber es war ganz angenehm, dass sich dieses Mal vor allem die Pfalz und die Mosel abhetzen mussten um jedem Winzer gerecht zu werden
Vielleicht habe ich zu viel probiert, zu viel erzählt oder zu viele Fotos mit den Winzern gemacht – oder eben alles, jedenfalls hat es wieder mal nur knapp gepasst, alle zu besuchen, denn ich wurde nur gerade so fertig bevor wir uns zum gemeinsamen Mittagessen wieder trafen.

v.l.n.r.: Ramona Kappus (Mittelrhein), Julia Bertram (Ahr), Anna Hochdörffer (Pfalz), Andrea Schlechter (Mosel), Begleitung von Anna, Annika Strebel (Deutsche Weinkönigin), ich, Carolin Klumb (Nahe)

v.l.n.r.: ich, Andrea Schlechter (Mosel), Anna Hochdörffer (Pfalz), Begleitung von Anna, Carolin Klumb (Nahe)
Leininger Markt in Guntersblum
auf mich! Da ich die Eröffnung wegen der Veranstaltung in Koblenz leider nicht übernehmen konnte, wollte ich zumindest meinen Vater und Wolfgang Janß im gemeinsamen Weinstand unterstützen und eben auch als “Guntersblumer Weinkönigin” vor Ort sein. Im Stand wartete schon eine große Überraschung auf mich, denn ausgeschenkt wurden unsere Weine in die neuen Kellerwegfest-Gläser – und diese schmückt mein Bild! Da staunte ich nicht schlecht, denn die ganze Zeit war noch nicht klar, ob dieses Motiv überhaupt bei allen Winzern erwünscht ist!? Und so musste ich das eine oder andere Glas direkt signieren (bis zum Kellerwegfest muss ich mir wohl einen speziellen Glasschreibestift besorgen, damit das dann auch bis in alle Ewigkeiten hält
), schenkte aus, unterhielt mich mit den Gästen. Das “solche” Termine in der Heimat besonders viel Spaß machen, muss ich wohl nicht extra erwähnen!
In Mainz gibt es nun eine neue Veranstaltung, die von nun an jährlich stattfinden sollen, die
Mainzer WeinTage.
Vor einer riesen Menschenmenge (Achtung, Ironie
) durfte ich diese zusammen mit Wirtschaftsdezernent Sitte eröffnen. Danach wartete eine neue Aufgabe auf mich. Die AZ hatte mich angefragt, ob ich danach für ein Video der Online-Ausgabe über die Mainzer WeinTage führen würde und dabei die Region bzw. die anwesenden Winzer vorstelle. Es dauerte immer ziemlich lange, bis die Kameraeinstellungen richtig waren – in der Zeit konnte ich in mich gehen und überlegen was ich sagen möchte. Es gab jeweils zwei bis drei Wiederholungen – ironischerweise denkt man jedes Mal, das erste Mal war nicht so gut, denn man hat dies und jenes vergessen zu erwähnen. Dann ist es ja gut, das noch ein oder zweimal wiederholen zu können. Doch damit wird’s nicht besser
Denn dafür vergisst man dann andere Sachen oder die Formulierung ist nicht mehr so gelungen, wie in dem Mal davor – wie auch immer, eine spannende Aufgabe, die wirklich Spaß gemacht hat! Schließlich gab’s an jedem Stand auch ein Gläschen Wein!
Das Endprodukt gibt es hier.
Am gleichen Abend fand noch eine regelmäßige Veranstaltung statt, über die ich – glaube ich – noch nie berichtet habe. Bei Gebert’s Weinstuben findet einmal im Monat
Wein & Wunder
statt. Frank Gebert zaubert dabei ein klasse Drei-Gänge-Menü auf den Teller – dazu stellt immer eine Rheinhessische Weinmajestät jeweils zwei Weine vor. Zwischen den Gängen führt Oliver de Luca verschiedene Zauberkunststücke vor. Ich war dort nun schon zum dritten Mal. Oliver macht seine Sache ziemlich gut. Am Anfang war ich wirklich skeptisch – Zauberer? Aber auch beim dritten Mal habe ich noch nicht herausgefunden, wie die meisten Tricks funktionieren und bin (wahrscheinlich auch gerade deshalb) immer noch äußerst fasziniert! Dieses Mal war es ein besonderes Publikum: Lufthansa Vorstand. Ich habe noch nie einen Piloten getroffen und so war es ziemlich spannend, gleich knapp 50 davon zu treffen und Geschichten aus dem Nähkästchen zu hören
Besonders Vergleiche zwischen Lufthansa und einer anderen wohlbekannten Billig-Fluglinie und die Witze auf deren Kosten waren ziemlich unterhaltsam
Tags drauf wurde die
Schönste Weinsicht Rheinhessens
feierlich bekannt gegeben, bzw. die dazugehörige Stele auf dem Brudersberg in Nierstein enthüllt. Jeder der schon mal auf dem Brudersberg war, der weiß, das man von dort wirklich einen unglaublich fantastischen Blick hat: Frankfurt, Odenwald, Taunus, Rhein, Roter Hang und der Blick auf Nierstein prägen sich ins Gedächtnis ein und sind ein unglaublich tolles Panorama. Es gab ein tolles Rahmenprogramm, die Niersteiner Wartturmsänger und ein Gitarrenspieler – ein schöner und passender Rahmen.
Rheinradeln
am Weinstand unseres Weinguts Weine aus. Es war nur leider ziemlich kühl und deshalb beschränkte ich mich irgendwann drauf, in der Sonne zu stehen (statt im schattigen Weinstand) und mich mit den Radfahrern und Guntersblumern zu unterhalten bzw. durch mein blitzendes Krönchen die Radfahrer zu einer Pause zu überreden
Hat durchaus oft funktioniert!
Letztes Wochenende war ich dann auf dem
Weinfest Hildesheim
Dort ist unser Weingut schon seit mehr als 30 Jahren vertreten und mein Onkel und meine Tante hatten gefragt, ob ich sie im Weinstand unterstützen könnte. Los ging es Donnerstag morgen mit dem Zug, Onkel und Tante waren schon seit Dienstag dort. Kaum dort angekommen und aus dem Taxi gestiegen, hieß es auch schon Krone raus und auf den Kopf: Eine schwedische Reisegruppe hatte sich angekündigt und wollte mehr über unser Weingut und unsere Weine erfahren und letztere natürlich verkosten. Da stand ich also mitten auf dem Marktplatz, morgens halb 11 in Hildesheim, und babbelte auf Englisch drauf los. Mein Onkel, der die Weinproben normalerweise hält, hielt sich dieses Mal aufgrund der sprachlichen Barrieren im Hintergrund und schenkte die Weine aus oder flüsterte mir das ein oder andere Stichwort zu. Es gab auch einen Übersetzer, der das ganze dann jeweils nochmal auf Schwedisch erzählte – allerdings erzählte der immer viel mehr als ich, ich wünschte, ich wüsste, was er wirklich erzählt hat
Doch die Schweden waren zufrieden, machten anschließend noch jede Menge Fotos und zogen glücklich von dannen.
Ich war noch bis Samstag Abend vor Ort – begrüßte Kunden, klärte die Hildesheimer über unsere schöne Heimat auf und beriet bei Weinfragen. Insgesamt ein anstrengendes aber tolles Wochenende. Schade nur, dass ich die Hildesheimer Weinkönigin nicht getroffen habe (ich wusste gar nicht, dass es da oben Weinberge gibt!?) – sie war wohl nur zur Eröffnung Dienstags da.
Außerdem war ich in der vergangenen Zeit bei zahlreichen Proben in Alzey dabei: Blindverkostung der Profilweine (hat der Wein wirklich so viel Profil, dass man die Rebsorte erkennt?), Auswahl der “Weine 2012″ (die von nun an auf rheinhessischen Veranstaltungen ausgeschenkt werden), Prämierungsproben (für die bronzene, silberne und goldene Kammerpreismünzen) sowie der Verkostung des besten Schoppens 2012 (118 Weine alleine bei dieser Probe – und ich hab nur knapp die Hälfte der Probe verkosten können!).
So, tut mir Leid, dass es nun ein so langer Eintrag wurde – aber ich habe mich ja auch schon lange nicht mehr gemeldet und dementsprechend einiges aufzuarbeiten!
eure Helgard






















Motto war “Auf großer Fahrt” – das beste allerdings war, dass alle 13 Gebietsweinköniginnen inklusive der Deutschen Weinmajestäten da waren! Denn manche kannte ich noch nicht – schließlich liegt Sachsen oder Franken nicht gerade um die Ecke! Gemeinsam brachten wir erstmal eine kleine Fotostrecke hinter uns, bei der zahlreiche Fotografen versuchten (leider meistens erfolglos), uns alle 17 gemeinsam auf ein Bild zu bringen 




























































